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Expertentipps

Expertentipp von Dieter Pichler
Expertentipp von Dieter Pichler
Seit 1.1.2008 ist der Verkäufer/Vermieter einer Wohnung oder eines Hauses verpflichtet, rechtzeitig vor der Abgabe einer Vertragserklärung einen Energieausweis für das Gebäude vorzulegen. Seit Dezember 2012 ist die Angabe der Energiekennzahlen (HWB und ggf. fGEE) auch bereits bei Anzeigen in Zeitungen oder im Internet verpflichtend. Ein Verzicht des Mieters oder Käufers auf die Vorlage ist unwirksam.

Dieser Energieausweis darf maximal 10 Jahre alt sein und muss bei Bedarf dementsprechend erneuert werden. Ansonsten begeht der der Verkäufer/Vermieter eine Verwaltungsübertretung, welche mit einer Geldstrafe von bis zu 1.450 Euro zu bestrafen ist.

Ausgenommen von der Verpflichtung sind abbruchreife Gebäude und solche, die provisorisch für eine Nutzungsdauer von höchstens 2 Jahren errichtet wurden. Weiters gilt eine Ausnahme für freistehende Gebäude mit einer Nutzfläche von unter 50 Quadratmetern und für Wohngebäude, die nur für einen begrenzten Zeitraum benutzt werden können (zB Sommerhäuschen).
Expertentipp von Martina Buchgraber
Expertentipp von Martina Buchgraber
Mietrecht und Lebensgefährten

Wenn Lebensgefährten gemeinsam in eine Wohnung investieren, empfiehlt sich bereits zum Zeitpunkt der Anmietung in einer schriftlichen Vereinbarung festzuhalten, was im Fall einer Trennung zu geschehen hat. Wer bleibt in der Wohnung? Wer erhält welche gemeinsam an-geschafften Möbel? Was erhält der ausziehende Partner an Ausgleichszahlung? Die hier dar-gestellte Vorgangsweise ist nicht nur bei eheähnlichen Lebensgemeinschaften sondern auch bei Wohngemeinschaften zu beachten.

Wenn die Lebensgemeinschaft aufgelöst wird und man sich nicht einigen kann, wer auszieht und wer in der Wohnung verbleibt, befindet man sich in einer Pattstellung, weil beide Mieter dieselben Rechte an der Wohnung haben.

Aber auch wenn man sich einigt, muss man beachten: durch einen Auszug aus der Wohnung wird nicht bewirkt, dass der Ausziehende nicht mehr (Mit-)Mieter ist. Er kann vom Vermieter weiterhin für die Mietzinszahlungen in Anspruch genommen werden. Der Mietvertrag bleibt, trotz des Auszuges, weiter wie ursprünglich abgeschlossen mit beiden Personen als gemein-same Mieter bestehen. Die ehemaligen Lebensgefährten sollten daher unbedingt mit dem Vermieter eine entsprechende „Drei-Parteien-Einigung“ darüber erzielen, dass der Mietvertrag so abgeändert wird, dass Mietvertragspartner des Vermieters nur mehr einer der ehemaligen Lebensgefährten allein ist.

Ist eine Einigung zwischen dem Vermieter und den beiden Mitmietern zur Änderung des Miet-vertrages nicht möglich, sollten die beiden Ex-Lebensgefährten zumindest folgendes verein-baren: der Ausziehende verzichtet im Innenverhältnis der beiden Mieter für die Zukunft auf die Ausübung seiner Mietrechte und gibt dem in der Wohnung Verbleibenden eine Vollmacht bezüglich aller dieses Mietverhältnis betreffenden Angelegenheiten. Der in der Wohnung Ver-bleibende erklärt, den Ausziehenden hinsichtlich aller zukünftigen Ansprüche des Vermieters aus dem Mietverhältnis schad- und klaglos zu halten.

Lautet der Mietvertrag nur auf einen der beiden Lebensgefährten, hat der andere Lebensge-fährte im Falle der Auflösung der Lebensgemeinschaft kein Recht auf Benützung der Woh-nung. Der im Mietvertrag als Mieter angeführte Lebensgefährte kann gegen den anderen eine Räumungsklage einbringen.
Expertentipp von Sigrid Feitl
Expertentipp von Sigrid Feitl
Der Wert einer Immobilie

Auf einigen Internetportalen wird angeboten, den Wert eines Hauses für geringe Kosten zu ermitteln. Aber wer bei der Wertermittlung spart oder den falschen Partner wählt, kann sehr viel Geld verschenken oder seine Immobilie zu Konditionen anbie-ten, die nicht marktkonform sind. Eine Software kann daher einen Fachmann nicht ersetzen.

Ein Vergleich mit Angeboten und der Situation vor Ort wird nicht einbezogen. Es werden vielmehr formularmäßige Daten abgefragt, jedoch einzelne Details nicht mit einbezogen. Für eine seriöse und aussagekräftige Immobilienbewertung ist es un-erlässlich, sich selbst vor Ort einen persönlichen Eindruck über Lage, Umfeld und Zustand des Hauses zu machen. In der täglichen Praxis stellen wir bei Immobilien-bewertungen fest, dass nur so und unter Kenntnis der marktspezifischen Gege-benheiten eine realistische Einschätzung des Marktwertes zu ermitteln ist.
Expertentipp von Renate Bauer
Expertentipp von Renate Bauer
Wann ist der Mieter für den Winterdienst verantwortlich?

Hausbesitzer müssen sich darum kümmern, dass Gehsteige und Gehwege, die an ihr Anwesen grenzen, frei von Eis und Schnee bleiben. Allerdings darf der Eigen-tümer diese gesetzliche Verpflichtung weitergeben. Daher engagieren viele Immobi-lienbesitzer Räum- und Streudienste, Hausmeisterservices oder delegieren die Auf-gaben an den Mieter. Eine mündliche Vereinbarung oder ein Aushang am Schwar-zen Brett reichen dafür nicht aus. Erst wenn die Verpflichtung im Mietvertrag ver-merkt und von beiden Vertragspartnern unterzeichnet ist, werden das Streuen und Schneeschippen zur Aufgabe des Mieters. Streusalz und Gerätschaften muss der Eigentümer stellen.